Eine äußerst gelungene Vorstellung: Drei Jahre lang bereicherte ein Renault Clio 1.6 16V den Testwagen-Fuhrpark des Fachmagazins „auto motor und sport“. Dabei stellten ihn die Stuttgarter Journalisten über die Dauertest-Distanz von 100.000 Kilometer auf die Probe. So viel sei an dieser Stelle bereits verraten: Der attraktive Franzose bestand die Prüfung mit Bestnoten. Oder wie es die Redaktion gleich zu Beginn des Abschlussberichts in der „ams“-Ausgabe 2/2009 formulierte: Der Renault Clio konnte „vom ersten Tag an zeigen, dass ein kleines Auto fast immer genügen kann – nicht nur dann, wenn es eben genügen muss“.
„Richtig klein ist der Clio übrigens nicht“, relativieren die Tester direkt im Anschluss und loben, dass „der Clio nicht spart, weder an Leistung noch an Ausstattung. Die umfasst bei der Variante Privilège schon serienmäßig sechs Airbags, Klima, Radio/CD und ESP.“ Und es kommt noch besser, findet Autor Sebastian Renz. „Die größten Qualitäten des Clio sind aufpreisfrei: erfreulicher Fahrkomfort und gute Langstreckentauglichkeit auf Mittelklasse-Niveau. So darf der Clio oft auf große Reise, erkundet Europa vom britischen Winchester bis Catania auf Sizilien.“
Dabei loben die Fahrer immer wieder „das sichere Fahrverhalten, das Raumangebot und die beflissene Federung“. Ihr Fazit: „Für seine Reisetauglichkeit, die so gar nicht zum Begriff Kleinwagen passen mag, hätte sich der Clio ein Denkmal verdient.“ Daran hat auch der Antrieb großen Anteil: „Sein kräftiger 1,6-Liter-Motor sorgt für souveräne Fahrleistungen.“
Ebenso wie die „auto motor und sport“-Experten urteilen auch die Leser des Fachmagazins über den Renault Clio – nämlich positiv. „Besonders hervorzuheben ist die leise Geräuschkulisse, die gute Verarbeitung und der niedrige Verbrauch. Das Auto macht Spaß. Das Platzangebot vorn ist üppig, man denkt nicht, dass man in einem Kleinwagen sitzt“, schreibt beispielsweise Dirk Klaas aus Gummersbach in der Rubrik „Leser-Erfahrungen“. Sascha Wollrad aus Friedlang meint, „das Preis-Leisungs-Verhältnis verdient größtes Lob“. Und der Heilbronner Gerhard Ziegler lobt: „Fahrkomfort und Verarbeitung liegen auf hohem Niveau. Das Kurvenlicht leuchtet die Fahrbahn gut aus. Mein nächstes Auto wird bestimmt wieder ein Renault.“
Kein Wunder, dass der Redaktion von „auto motor und sport“ der Abschied schwerfällt: „Nach drei Jahren verlässt uns K-PR 4769“, schreiben sie in Anlehnung an das Kennzeichen des Testwagens. „Und es passt zu ihm, dass sich auch die Lücke, die er hinterlässt, viel größer als nur 3,986 Meter anfühlt.“
(Stand 02/2009, Irrtümer vorbehalten)

