Wenn Focus Online einen Artikel mit „Schnelle Schmuckkästchen“ überschreibt, wundert sich der Laie – doch der Fachmann erkennt: Hier geht es um Fahrzeuge, die sowohl durch ihr ganz besonderes Erscheinungsbild als auch durch ungewöhnliche Fahrleistungen punkten. Und weil die großformatigen Bilder auf der Internetseite des Nachrichtenmagazins das gewisse blaue Leuchten zeigen, ist auch schnell klar, um wen es genau geht: um den Twingo Gordini R.S. und den Clio Gordini R.S.


„Die Gordini-Modelle sind schnell und liebevoll verarbeitet“, bemerkt der Tester gleich zum Einstieg. Und mit sichtlicher Begeisterung werden die markanten Merkmale der beiden Modelle aufgeführt, die nach dem genialen Sportwagenkonstrukteur Amédée Gordini benannt sind: Beide treten in der exklusiven Metallic-Lackierung Gordini-Blau mit den typischen zwei weißen Längsstreifen von der Motorhaube bis zum Heck auf. Die Außenspiegelgehäuse sind weiß lackiert, was im Kontrast mit den ab der B-Säule dunkel getönten Scheiben zum ebenso edlen wie aggressiven Aussehen der Gordini-Modelle beiträgt. Beide rollen auf bicoloren 17-Zoll-Leichtmetallrädern. Der Clio Gordini R.S. unterstreicht die Motorsport-Anklänge zusätzlich durch einen Heckdiffusor mit zwei Auspuffblenden, einen weißen Frontflügel und Luftauslässe an den vorderen Kotflügeln.
So weit, so schön, „aber der wahre Mehrwert findet sich im Inneren“, so Focus Online. Denn dort sind die beiden Blauen „ein kleines Schmuckstück“. Fürwahr: Die Sportsitze sind mit schwarz-blauem Leder bezogen, die Türverkleidungen mit blauem. Ins Auge sticht dem Tester auch die Rücksitzbank des Twingo Gordini R.S., die eigentlich keine ist, sondern „zwei gut ausgeformte Ledersitze, die sich separat verschieben lassen“. Ein kleiner, aber feiner Blickfang der Gordini-Zwillinge wird auch in Focus Online gesondert erwähnt: „Am schwarz-blauen Lederlenkrad finden sich zwei weiße Streifen, die wie bei Rallye-Autos die Geradeausstellung markieren.“ Gordini-Schriftzüge auf den Sitzen und Fußmatten sowie eine kleine Plakette mit der Produktionszahl des jeweiligen Gordini-Modells setzen besondere Akzente.
Genug geschwärmt, jetzt geht es auf die Piste. Und hier verdienen sich die „Schmuckkästchen“ den aus der Überschrift bekannten Zusatz „schnell“. Im Twingo Gordini R.S. überzeugt der 98 kW (133 PS) starke 1,6-Liter-Vierzylinder-Motor des Twingo Renault Sport. Er schafft den Sprint auf Tempo 100 in 8,7 Sekunden, seine Spitzengeschwindigkeit liegt bei 201 km/h. Wichtig für ein echtes Renault Sport-Modell: „Das ESP greift später als bei den zahmeren Twingo-Versionen ein. Es besitzt eine besondere Untersteuerkontrolle und lässt sich auch ganz ausschalten. Spektakulären Auftritten auf Rennstrecken steht also nichts im Wege“, so Focus Online.
Auch der Clio Gordini R.S. hinterlässt bleibenden Eindruck: „Der 2,0-Liter-Motor mit 201 PS ist für 6,9 Sekunden bis 100 km/h und 224 km/h Spitze gut. Mit diesem sauber hochdrehenden Triebwerk zeigt sich der Clio als kleiner Kraftprotz.“ Das Fazit von Focus Online: „Sowohl Twingo als auch Clio sind als Gordinis sehr spritzige Kleinwagen mit straffer, aber keineswegs nervig harter Federung. Dazu kommen eine gefühlvolle, direkte Lenkung und eine knackige Schaltung.“
(Stand 09/2010, Irrtümer vorbehalten)

