Mit dem Twingo Renault Sport schickt der französische Autohersteller die neueste und höchstmotorisierte Variante seines erfolgreichen Stadt-Flitzers an den Start. Und die unterstreicht, was die zahmeren Brüder des Sport-Kompaktwagens bereits andeuteten: Der Twingo ist erwachsen geworden und möchte im neuen Design-Gewand als vollwertiges Auto ernstgenommen werden. Brandneue Tests in der „Auto Zeitung“ und auf „stern.de“ zeigen, ob der Twingo Renault Sport diesem Anspruch gerecht wird …
„Durchaus ernst zu nehmende sportliche Qualitäten“ bescheinigt Redakteur Jürgen Voigt dem stärksten Serien-Twingo aller Zeiten direkt zu Beginn seines Testberichts in Ausgabe 20/08 der „Auto Zeitung“. Und diese kommen nicht von ungefähr: „Der 3,60 Meter kurzen Kiste pflanzten die Techniker einen 1,6 Liter-Motor mit 133 PS an, der mit dem nur 1124 Kilo leichten Wägelchen natürlich wenig Mühe hat“, erklärt Michael Specht auf „stern.de“ die rasante Beschleunigung des Twingo-Sportmodells von null auf 100 km/h innerhalb von 8,7 Sekunden.
Mehr sportliche Höchstleistungen liefert der neue Kompaktsportler in jeder Kurvenlage: „Bereits das serienmäßige Sportfahrwerk inklusive 16-Zoll-Alus sorgt für eine Tieferlegung um 10 Millimeter. Nochmals verschärfter geht es mit dem im Testwagen installierten Cup-Fahrwerk inklusive 17-Zoll Rädern zur Sache“, beschreibt die „Auto Zeitung“ einige Modifikationen des Renault Sport-Modells gegenüber seinen Twingo-Brüdern. „Geht’s über kurvige Landstraßen, ist der Giftzwerg in seinem Element. Neutral und spurstabil baut er beachtliche Querbeschleunigungen in Kurven auf, zieht sich – auch dank der guten Traktion – wie an der Schnur gezogen aus noch so engen Radien heraus. Die Lenkung arbeitet dabei direkt und mit geringem Lenkwinkelbedarf,“ adelt Fachredakteur Voigt das Kurvenverhalten des Twingo Renault Sport und findet auch für das serienmäßige Elektronische Stabilitätsprogramm lobende Worte: „Das abschaltbare ESP muss dabei nur selten sanft korrigierend eingreifen“. Als „vorzüglich“ bezeichnet der Redakteur zudem die aus Renault Laguna (vorn) und Renault Mégane (hinten) stammenden, „gut dosierbaren Bremsen, die kurze Bremswege aus 100 km/h von 35,0 (warm) Metern garantieren.“
Optisch bestätigt „stern.de“ dem schnellsten Twingo gelungenes sportliches Understatement. „Ein paar Seitenschweller, leicht verbreiterte Kotflügel, eine geänderte Front- und Heckschürze müssen als optisches Tuning für die Topvariante des Twingo genügen“. Intensiver stechen da schon die „inneren Werte“ des trendigen Kompaktwagens ins Redakteurs-Auge – und die serienmäßige „sportliche Coolness“ drinnen gefällt: „Auch im Innenraum liegt die Betonung auf Sport. Dazu gehören Aluminiumpedale und perforiertes Leder am Lenkrad.“ Zudem begeistert den Fachjournalist das „ziemlich coole“ Design des Drehzahlmessers: „Je näher die Skala der roten Linie bei 7000/min kommt, desto größer werden die Ziffern. Ein optisches Signal warnt den Fahrer zum Gangwechsel, wenn er sich dem roten Bereich nähert.“
Fazit der Tests: Der kleine Vollblutsportler hat in der neuen Generation offensichtlich gestandene Männer beeindruckt und punktet zu guter Letzt auch beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Jürgen Voigt von der „Auto Zeitung“ fasst zusammen: „14.800 Euro für einen quirligen Kurvenräuber inklusive ESP, Klima, Radio/CD und mehr sind derzeit kaum zu unterbieten.“
(Stand 10/2008, Irrtümer vorbehalten)

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