Renault Welt

Mégane TCe 130 gewinnt sein Match gegen kompakte Asiaten

In der roten Ecke: die Herausforderer Hyundai i30 blue 1.6 und Toyota Auris 1.6 valvematic. In der blauen Ecke: der Titelverteidiger Renault Mégane TCe 130 GT Line. So ähnlich klingt das Szenario, dass die „Auto Zeitung“ in ihrem Vergleichstest in Heft 19/2010 entwirft. Das Kölner Fachmagazin will herausfinden, ob die beiden Fernost-Kompakten den europäischen Renault Mégane das Fürchten lehren können. Auf insgesamt acht Seiten gehen die Tester dieser Frage auf den Grund, um am Ende festzustellen: Sie können nicht – der Mégane TCe 130 gewinnt den interkontinentalen Wettstreit.

Wie kommt es zu dem Sieg, den der flotte Franzose durch Bestwertungen in vier von fünf Kategorien untermauert? Erste Erkenntnis der „Auto Zeitung“: Auf fast identischer Grundfläche lassen sich recht unterschiedliche Fahrzeuge bauen. Der kompakte Renault besticht durch den größten Kofferraum und die großzügigste Beinfreiheit vorn. Zudem hat er gegenüber den Asiaten in puncto Qualität/Verarbeitung die Nase deutlich vorn und bietet die kompletteste Sicherheitsausstattung. Logische Folge: Sieg im Kapitel „Karosserie“.

Um die Bewertung der Disziplin „Fahrkomfort“ mitzuerleben, setzen wir uns auf den „heißen“ Sitz und schnallen uns an. „Alle haben eine recht straffe Grundabstimmung, wobei der Mégane GT Line schon deutlich in den sportlichen Bereich geht“, notiert der Testredakteur. Um solche Dynamik richtig genießen zu können, braucht es passendes Gestühl. Und das bietet im Vergleichstest nur einer: „Mindestens eine Klasse besser“ nennt die „Auto Zeitung“ die zur GT Line gehörenden Sportsitze.

Doch die Paradedisziplin des Renault Mégane TCe 130 kommt erst noch: das Kapitel „Motor/Getriebe“. „Gegen den modernen, kleinen Turbo von Renault ist kein Kraut gewachsen“, stellen die Tester fest und begründen: „Der tritt in jeder Lebenslage an, als wollte er das nächste Rennen gewinnen. Dabei täuschen die Messwerte im Hinblick auf die Souveränität des Franzosen sogar ein wenig. Insbesondere bei der Elastizität macht sich der Turbo positiv bemerkbar.“ Bestwerte in puncto Beschleunigung, Elastizität, Höchstgeschwindigkeit, Kraftentfaltung, Laufkultur sowie Getriebeabstufung/Schaltung addieren sich zum Kapitelsieg.

Werte, die der Renault Mégane TCe 130 im „Ernstfall“ bestätigt: Sowohl in der Slalom-Prüfung als auch auf dem Handling-Testkurs glänzt er mit Bestzeiten. Sportfahrwerk und Lenkung verdienen sich ebenso das Lob der „Auto Zeitung“-Tester wie „gute Traktion und eine Abstimmung, die das Untersteuern minimiert hat“. Nicht zu vergessen: das nicht zu früh eingreifende ESP, „das dem Vorwärtsdrang des Franzosen die lange Leine lässt“. Sieg also auch im Kapitel „Fahrdynamik“ und damit Rang 1 im Wettstreit zwischen Asien und Europa.


(Stand 10/2010, Irrtümer vorbehalten)